Krise…

Gute Wortmeldung von Daniel Cohn-Bendit:

Skurril:

„Zu Testzwecken wurde aus jedem der 15 Mitgliedsländer der Euro-Zone (das 16. ist Griechenland selbst) je ein Euro nach Griechenland überwiesen, heißt es unter Berufung auf Kommissions- und Finanzkreise. Damit sollte die „Prozesssicherheit“ des neuen Transferinstruments getestet werden.

Dazu wurde der eine Euro zunächst auf das Zentralkonto der EU-Kommission bei der EZB überwiesen und anschließend auf ein Konto der griechischen Regierung bei der nationalen Zentralbank. Immerhin: Auch wenn Europa in den letzten Wochen das Gefühl hatte, Griechenland versinke im Chaos – die 15 Euro kamen tatsächlich an. In Bankreisen stellte man erleichtert, dass der Test reibungslos verlaufen war.

Und das Beste kommt noch. Noch am selben Tag wurden die 15 Euro von Griechenland wieder zurück überwiesen. Das ist ja eigentlich noch wichtiger als die Überweisung nach Griechenland, denn schließlich hoffen die Euro-Länder ja, dass sie ihre Hilfs-Millionen auch mal wieder sehen.“

Euro

5 Comments

  1. alfred

    Cohn-Bendit ist selbst nicht ganz ehrlich wenn er die ultimative Lösung in einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung fordert. Verständlich zwar doch nicht ganz ehrlich. Es ist nicht selbstverständlich dass ein federalistischer Staatenbund die gesammte volkswirtschaftliche Leistung erhöht. Wenn es den Wohlstand der Menschen nicht förderlich ist warum also sollte dieses wichtige Stück Eigenbestimmung aufgegeben werden. Der wahre Grund liegt wohl eher in dem Bestreben einen gemeinsamen europäischen Anleihenmarkt zu schaffen um damit zukünftige Spekulationen auf den Euro zu erschweren. Der Ruf nach einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik hat also weniger mit wirtschaftlicher Transparenz (Kompetenz und letztenendes Effizienz) zu tun als mit eine Täuschung der Kapitalmärkte um ausufernde Staatsschulden zu finanzieren. Die Politik (einschliesslich der Partei des Redners) hat mit ihrem keynesianischen Umverteilungsdogma (von unten nach oben und nicht wie von Marx gefordert von oben nach unten) massgeblich zu diesen Verwerfungen beigetragen. Eine fiskale Konsolidierung ist unvermeidlich und kann durch einen politischen Schwindel bestenfalls hinausgezögert aber nicht verhindert werden.
    Cohn-Bendit und seine Kollegen sollten sich lieber auf das beschränken was sie politisch auch umsetzen können. Eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung gehört nicht dazu.

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