Baustel-Montag: Demokratisierung des Produktionswissens

Der Web-Montag dürfte ja einigen meiner LeserInnen schon bekannt sein. Eben bin ich auf den Baustel-Montag gestossen. Dabei geht es nicht um Software sondern um Hardware:

Am Baustel-Montag geht es inhaltlich um alles, was wir unter dem Kunstwort „bausteln“ subsumieren. Eine thematische Annäherung: Dinge selbst machen, Do-it-yourself, Kreativität „Marke Eigenbau“, neue Formen der Manufaktur, schöpferische Arbeit jenseits der industriellen Produktion, das „Hacken“, Modifizieren und Uminterpretieren vorhandener Artefakte, handwerkliche und handarbeitliche Betätigung, Erfindergeist, „making“/„crafting“.

Ein sehr wichtiger Bestandteil der „Demokratisierung des Produktionswissens“ werden Maschinen sein, die nahezu beliebige Objekte herstellen können: Einerseits werden diese Maschinen kleiner und bezahlbarer, sodass nicht nur große Konzerne die Möglichkeiten zur Fertigung spezieller Teile haben werden. Andererseits ermöglichen diese Maschinen dank neuer Techniken auch vollkommen neue Konstruktionen, die in der klassischen Materialbearbeitung nicht möglich waren.

Zu diesen Maschinen gehören auch 3D-Drucker, die im Wesentlichen Schicht für Schicht ein dreidimensionales Computermodell in ein real existierendes Objekt umsetzen.

Spannend finde ich den Baustel-Montag. Das Format entspricht dem des Web-Montags: offen und partizipativ. Der Baustel-Montag fand bisher erst zwei Mal in Berlin statt.

Heute kann man etwas über Plüschtierentwürfe am Computer und Open-Hardware für Musik erfahren.

bau|steln; ich baust[e]le, gebaustelt (vgl. bauen, basteln): kreativ selbst etwas erschaffen (s. a. erfinden, tüfteln, werken, herumprobieren, spielen).

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