Qwen-Image 2.1: starke Bild-KI auch lokal

Mit dem chinesischen Qwen-Image 2.1 ist ein interessantes neues offenes Bildmodell erschienen. Es kann nicht nur Bilder erzeugen, sondern auch bestehende Bilder bearbeiten.

Für die Erwachsenenbildung ist besonders spannend, dass sich Qwen-Image 2.1 lokal mit z.B. ComfyUI nutzen lässt. ComfyUI ist eine visuelle Oberfläche, mit der sich KI-Workflows für Bilder und andere Medien zusammenbauen lassen – also eher ein Baukastensystem als eine einfache App.

Die Einrichtung von ComfyUI ist allerdings nicht ganz einfach. Umso spannender ist, dass die Installation gemeinsam mit ChatGPT erfolgen kann. Dabei kann ChatGPT Maus und Tastatur steuern und direkt bei den einzelnen Installationsschritten helfen. Das zeigt sehr anschaulich, wie KI heute nicht nur Inhalte erzeugt, sondern auch bei technischen Arbeitsprozessen unterstützen kann.

Für die Erwachsenenbildung ergeben sich daraus interessante Ansatzpunkte: Man kann nicht nur mit Bild-KI arbeiten, sondern auch besser verstehen, wie solche Systeme aufgebaut sind. Gleichzeitig lassen sich Themen wie lokale KI, Datenschutz, digitale Souveränität und der Umgang mit offenen Modellen gut diskutieren.

Interessant – und zugleich ein gutes Thema für Medienbildung – ist auch die Diskussion um eine „uncensored“ Version. Gerade hier zeigt sich eine gewisse Ambivalenz: Weniger Einschränkungen können mehr kreative Freiheit und mehr Kontrolle für die Nutzerinnen und Nutzer bedeuten. Gleichzeitig steigt aber auch die Verantwortung, weil Schutzmechanismen wegfallen und problematische oder missbräuchliche Inhalte leichter erzeugt werden können. Genau diese Spannung eignet sich sehr gut für die Diskussion in der Erwachsenenbildung.

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